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Atlas der abgelegenen Inseln: Fünfzig Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde |  | Autor: Judith Schalansky Urheber: Judith Schalansky Verleger: Mare Verlag
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Verkäufer: Amazon.de Bewertung: 19 Rezensionen Verkaufsrang: 3534
Medium: Gebundene Ausgabe Ausgabe: 7. Seiten: 144 Versandgewicht: 1.4 Maße (innen): 10.5 x 7.3 x 0.6
ISBN: 3866481179 EAN: 9783866481176 ASIN: 3866481179
Publikation: September 15, 2009 Verfügbarkeit: Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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Rezensionen anzeigen 1-5 von 19
urlaubsplacebo August 26, 2010 Stephan Urban (wien) 4 aus 4 fanden die folgende Rezension hilfreich
die urlaubszeit neigt sich dem ende zu. auch meiner ist schon vorbei und nun gilt es dann und wann, die zeit bis zum nächsten zu überbrücken bzw. zu verschönern.
für genau diesen zweck ist dieser äußerst originelle atlas wohl geschaffen worden. die autorin hat sich bemüht, weitgehend unbekannte destinationen, die auch heute noch nur sehr schwer erreichbar sind, ausfindig zu machen und entsprechend zu recherchieren.
so gibt es zu jeder dieser 50 inseln eine karte mit der jeweiligen lage und teils skurile, teils interessante, teils schrullige geschichten rundherum. mutig finde ich ja, dass die autorin zugibt, nicht direkt vor ort gewesen zu sein und bleibt somit offen, auf welche weise sich ein persönlicher lokalaugenschein auf den inhalt ausgewirkt hätte. wer ernsthafte reiseberichte und tatsachenberichte erwartet, wird hier enttäuscht werden - geht es hier doch um das genaue gegenteil davon!
im zuge der lektüre verfestigt sich jedoch leider die erkenntnis, dass man selber wohl auch niemals auf einer dieser inseln stehen wird, wodurch es zu leichten schwermutsanfällen kommen kann oder aber zu einer trotzreaktion: jetzt habe ich zwar überhaupt keine zeit dazu, aber wenn ich mal in rente bin, dann fahr ich da überall hin, ganz, ganz sicher!
das buch wirkt also wie ein lottoschein - bietet es doch für einen geringen obulus anlass zu träumen. beim lottoschein dauert es aber nur drei tage bis diese platzen (dafür sind sie ja auch entsprechend billiger), hier kann man viel länger hoffen...
Ein wunderschönes Buch Juli 22, 2010 Hörbuchfan Es ist schade, dass es keinen "Blick ins Buch" gibt! Es ist wunderschön! Zwar wird niemand ein Buch über Inseln brauchen, die unbereisbar sind, aber es lohnt trotzdem! Es hinterlässt einen Gefühl von Fernweh und Abenteuerlust und Verwunderung darüber, dass, in der so klein gewordenen Welt, es noch Inseln gibt die kaum jemand freiwillig betreten würde.
Ein tolles Geschenk für Reiselustige, die schon überall waren und alles haben!
Für alle, die gerne unterwegs sind, und sie es nur in der Vorstellung, ein hervorragend geeignetes Geschenk, Juni 22, 2010 Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) Dies ist ein wunderbares Buch für alle Globetrotter und die, die immer schon davon träumten einer zu werden. Judith Schalansky entführt in ihrem "Atlas der abgelegenen Inseln" ihre Leser zu "Fünfzig Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde".
Getrennt nach den Ozeanen, in denen sich die beschriebenen kleinen Inseln verlieren, druckt sie auf der rechten Bildseite jeweils eine Landkarte der teilweise unbewohnten Inseln ab, und beschreibt die Kulturgeschichte der Inseln auf der linken Seite. Seltsame, seltene Geschichten sind das von seltenen Tieren und seltsamen Menschen. Da wird erzählt von gestrandeten Sklaven und Entdeckern, einsamen Naturforschern und vergessenen Schiffbrüchigen.
Das ganze, im übrigen extrem erfolgreiche (schon in der 7. Auflage!)Buch zeigt wieder einmal, dass man auch mit dem Finger auf der Landkarte auf Abenteuerreisen gehen kann. Es ist für alle, die gerne unterwegs sind, und sie es nur in der Vorstellung, ein hervorragend geeignetes Geschenk.
Fast schon perfekt Mai 20, 2010 Mercatorus 1 aus 2 fanden die folgende Rezension hilfreich
Gut an dem Buch ist, daß es schön geschrieben ist, daß es ein Thema aufgreift, das wohl viele in sich tragen (Sehnsucht nach einsamer Insel, Flucht aus dem Alltag). Auch die Karten sind akzeptabel, mit Maßstab versehen, alle miteinander vergleichbar, und auf dem aktuellen Stand (soweit dies mit Google Earth nachprüfbar ist). Ob es sich jedoch um eine grüne Insel, ein staubiges Eiland oder eine Eiswüste handelt, verraten die Karten nicht. Dennoch wirken Sie auf dauer auch etwas farblos, aber vielleicht soll das den künstlerischen Anspruch des Werkes unterstreichen. Auch der Einband ist optisch und handwerklich makellos. Ob einem das im gesamten Buch sehr dominate Orange gefällt sein dahin gestellt.
Die Texte sind schöne Geschichten, vieleicht korrigieren Sie etwas die Sichtweise, die man so hat von einsamen Inseln und der Wunsch, dort lange Zeit zu sein wird immer kleiner, je weiter man ließt. Naja, vielleicht liegt es auch daran, dass die meisten beschriebenen Inseln unbewohnt sind, und das aus gutem Grunde.
unterkühlt April 8, 2010 Can Isik (St.) 7 aus 12 fanden die folgende Rezension hilfreich
eine solide gestaltete typografische arbeit. ein schönes buch, das in jede werbeagentur gehört. und marktschreierisch sprachgewandt formuliert die autorin auch ihre texte - jedoch emotionslos und aus zweiter hand. ja. klar. es geht um geschichten. und je spektakulärer, umso besser. «paradise lost» schöngeistig als inselatlas verpackt. ein intellektualisiertes werk, das dem leser weismachen will, wie unnötig die eigentliche authentische reiseerfahrung heute geworden ist. hier wird pauschalisiert und mit vorurteilen nicht gegeizt. frau schalansky outet sich als bekennende nesthockerin. hauptsache daheim, vertraut und gemütlich. sie reist im kopf und das genügt ihr in ihrem jungen alter. sie bezieht ihre informationen aus dem internet, aus bibliotheken, archiven und medien - und lässt andere für sie reisen. gefilterte informationen und daten also unterkühlte historische fakten ohne bezug zur eigenen erlebten erfahrung. wie kopflastig und emotionslos. schade. ich wünschte ihr, sie hätte diese inseln bereist, um ihre argumente selber als oberflächliche kitschkultur zu entlarven. wer reist, bewegt sich, verändert sich, ist gezwungen, sich anzupassen, denkmuster zu redimensionieren, anderen menschen konstruktiver zu begegnen, begibt sich in eine abhängigkeit mit den elementen, mit der gegenwärtigkeit, mit der unabhängigkeit, freiheit. mag sein, dass das für gewisse menschen zu anstrengend ist.
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